Posts mit dem Label Pescara werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pescara werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 10. Juli 2009

Flughafen-Anfahrten

Was die Italiener leider noch nicht drauf haben ist, dem unwissenden Fahrgast zu vermitteln wie, wann und besonders wo es vom Bahnhof zum Flughafen geht!?

Weder in Pescara noch in Ancona gibt es irgendein Hinweisschild wo der Bus zum Flughafen abfährt. Obwohl es in Pescara noch schlimmer ist, da der Bus nicht am Busbahnhof vor dem Bahnhofterminal abfährt, sondern an der Bushaltestelle 200m entfernt.

Und ohne meckern zu wollen: Das ist eines der Grundprobleme der Italiener. Ein Servicegedanke, wie in Deutschland gibt es hier einfach nicht. Es macht sich kein Schwein Gedanken darüber, wie ein ortsfremder zum Bus kommt oder wie sich dieser orientiert. Es würden ja schon ein paar Metallschilder ausreichen auf denen ein Flugzeugsymbol gedruckt ist auf dem noch zusätzlich "Linea 38" bzw. "Linea J" steht. Das kostet kaum Geld, aber spart 100-ten wenn nicht gar 1000-den von Menschen Zeit und Nerven.

Gleiches Spiel im Bus:
Wenn man in Pescara vom Flughafen kommt und nicht weiss, dass diese eine Haltestelle, die nächste am Bahnhof ist, aber gar nicht Bahnhof heisst, fährt man da gnadenlos dran vorbei. Es muss doch möglich sein, an der Haltestelle einmal kurz "Stazione. Train station." durchzusagen. Das ist doch nicht zuviel verlangt. Aber das interessiert weder den Busfahrer noch die Verwaltung der Busgesellschaft, ist aber im internationalen Kontext ein Armutszeugnis für eine Stadt mit internationalem Flughafen.

Dienstag, 7. Juli 2009

Trenitalia

Gestern war wieder göttlich:

Wer sich über die Deutsche Bahn beschwert, ist noch nie mit der italienischen Bahn gefahren!
Nicht, dass ich nur mal wieder 3 Stunden auf einen Zug gewartet habe, weil einfach keiner gefahren ist, nein, auch der Fahrkartenkauf war schon ein Erlebnis:

drei Fahrkartenautomaten:
einer geht nicht,
einer nimmt kein Bargeld, aber der Kartenschacht ist auch defekt,
einer vor dem sich eine Riesenschlange bildet.

Aber sehr vorbildlich:
An jedem Bahnhof, an dem Nachts ein Zug hält und ist er noch so klein, ist Polizei anwesend.

Montag, 30. März 2009

80 km für 3,65 € - und das im IC

Am Bahnhof angekommen habe ich mich mit der überaus schlechten Übersetzung des Fahrkartenautomaten auseinandergesetzt. Ziel eingegeben: Nächste Verbindung ist ein Regionalzug für 3,65 €. Na gut, wird gekauft. Einen Espresso später gehe ich ans Gleis und sehe, dass der IC, den ich eigentlich verpasst hatte, so viel Verspätung hatte, dass ich ihn noch bekommen habe. Dummerweise hatte ich ja nur die Fahrkarte für den Regionalzug. Schaffner abgepasst: Ja, den Fahrschein könne man während der Fahrt upgraden. Hab ihn bis San Benedetto del Tronto nicht wieder gesehen und hab mich dann mal ganz schnell vom Acker bzw. Bahnhof gemacht. Die Haltestelle San Benedetto del Tronto wurde dafür auch netterweise ca. 10 Sekunden vor dem Halt bekanntgegeben. Ich persönlich hatte mich zum Glück schon einmal bereit gemacht, als ich 2 Minuten vorher auf dem Schild einer nebenan führenden Straße „San Benedetto Centro“ gelesen habe.

Wackelkontakt oder italienische Dummheit

Die Busfahrt zum Bahnhof war dann jedoch schon ein Erlebnis. Kosten 1,- €, soweit so gut. Ticket geholt, reingesetzt, rausgeschaut … was sieht man als erstes: Einen BMW 318d mit Erlangen-Höchstädter Kennzeichen und 3 Autos weiter einen Skoda Homburger!
So richtig lustig wurde es aber erst als der Fahrer zu jeder Station ein Haltesignal bekommen hat, obwohl niemand aussteigen wollte. Das führte dazu, dass er nach der 5 Station bei der dies so war, angehalten hat, den Motor abgestellt hat und sagte: „Ich fahr nicht weiter bis einer Aussteigt!“ Verwunderung bei den Fahrgästen, was denn los sei. „Es würde dauernd jemand drücken“ … diiing … „da schon wieder“ Daraufhin Beteuerung der Fahrgäste, dass doch niemand gedrückt hätte. Der Fahrer fühlt sich verarscht und beobachtet den Bus durch seinen Spiegel … diiing … da war es wieder, das Haltesignal! Alle fangen das lospursten an und selbst der Fahrer musste lachen. Und weiter gings.